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Bruderkuss in Bethlehem: Neues Trump-Graffito

Der Australier "Lushsux" soll dahinterstecken...

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Bruderkuss in Bethlehem: Neues Trump-Graffito

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Man fühlt sich an den sozialistischen Bruderkuss auf der East Side Gallery in Berlin erinnert: Donald Trump, der Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu küsst, prangt nun auf der israelischen Sperranlage in Bethlehem im Westjordanland.

Der australische Graffiti-Künstler Lushsux hat offenbar erneut zugeschlagen: Ein vermummter Mann, der sich selbst als Lushsux vorstellte, sagte, er hoffe, sein Gemälde werde Aufmerksamkeit auf die Palästinenser lenken, die in einem “Indoor-Gefängnis” feststeckten.

Lushsux hatte schon mit anderen haushohen Trump- und Hillary-Clinton-Graffiti Aufsehen erregt.



Die Sperranlage in Bethlehem ist zur Projektionsfläche für Künstler geworden, die die israelische Politik gegenüber den Palästinensern kritisieren.

“Diese Mauer ist selbst eine Botschaft”, erklärte der mutmaßliche Urheber des neusten Werks mit australischem Akzent gegenüber der Agentur Reuters. “Ich muss da nicht “Befreit Palästina” oder so etwas dazuschreiben, irgendetwas Direktes, das die Leute ignorieren werden… Ich male einfach, was ich sonst auch male, und vielleicht fangen die Leute dann an, auf den Hintergrund zu schauen, auf den Stacheldraht und auf die Leute, die dort eingesperrt sind.”

Mutmaßliche Lushsux-Graffiti zeigen schon Trump, wie er einen israelischen Wachturm küsst, und Trump, wie er seine Hand auf die Mauer legt und denkt “Ich werde dir einen Bruder bauen”.

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