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Facebook, Twitter und Google bitten um Geduld

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Facebook, Twitter und Google bitten um Geduld

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Die großen sozialen Netzwerke im Internet haben um Geduld gebeten, um möglichen Einflussnahmen aus dem Ausland auf die US-Präsidentenwahl genauer zu untersuchen. Google, Facebook und Twitter konnten bei einer Anhörung vor dem US-Kongress keine endgültigen Zahlen zu dem Thema vorlegen. Übereinstimmend sprachen sie von einem neuen Phänomen, auf das sie in dieser Form nicht vorbereitet gewesen seien.

Der Einfluss der sozialen Medien auf das Wahlergebnis ist Gegenstand umfassender Diskussionen in Politik und Wissenschaft. Es war die erste von zahlreichen Anhörungen vor dem US-Kongress, die zu dem Thema folgen werden.

Politiker von Demokraten und Republikanern hatten vor der Anhörung mehr Regulierung für die sozialen Netzwerke gefordert, um den möglichen Einfluss auf US-Wahlen zu begrenzen. Branchenexperten warnen jedoch, das könne das schlecht für das Geschäftsmodell von Google, Facebook und Twitter sein.

Einige Senatoren zeigten sich laut Berichten frustriert über den schleppenden Fortschritt interner Untersuchungen. “Warum hat Facebook 11 Monate gebraucht, sich zu melden und uns beim Verstehen des Ausmaßes dieses Problems zu helfen?”, fragte etwa der Demokrat Chris Coons.

Nach Facebook und Twitter hatte zuletzt auch Google am Montag Hinweise auf den Missbrauch seiner Internet-Plattform für politische Zwecke eingeräumt. Am Mittwoch sollen die Spitzenanwälte der drei Unternehmen vor den Geheimdienstausschüssen von Senat und Repräsentantenhaus erscheinen, die eigene Ermittlungen zur russischen Einflussnahme auf die Präsidentenwahl führen.