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Politisch brisant: Frau von tschetschenischem Milizionär ermordet

Amina Okujewa und ihr Mann Adam Osmajew erlangten in der Ukraine Bekanntheit, da sie im Konflikt in der Ostukraine kämpften.

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Politisch brisant: Frau von tschetschenischem Milizionär ermordet

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In der Nähe von Kiew ist Amina Okujewa, die ukrainische Frau des tschetschenischen Milizionärs Adam Osmajew, bei einem Anschlag getötet worden.

Unbekannte schossen auf das Auto des Ehepaars, das im Konflikt im Donbass auf ukrainischer Seiten gegen die Separatisten kämpfte und dadurch in der Ukraine Bekanntheit erlangte. Okujewa starb, ihr Mann wurde verwundet. Unbekannte hätten aus einem Auto auf die beiden geschossen, sagt der Kommandant der ukrainischen Polizei.

Bereits im Juni hatte ein Mann, der sich als französischer Journalist ausgab, einen Mordanschlag auf das Ehepaar verübt. Gegenüber einer Reporterin erläutert Osmajew, wie er den jüngsten Anschlag erlebte, bei dem seine Frau ums Leben kam.

“Ihr wurde in den Kopf geschossen. Ich wollte Gas geben, doch anscheinend war auch der Motor getroffen. Ich habe Erste Hilfe geleistet, aber sie war am Kopf getroffen…”, so Osmajew.

“Sehen Sie einen Zusammenhang zum früheren Mordversuch?”, fragt die Journalistin.

Osmajew: “Ja, das war die Fortsetzung.”

Reporterin: “Hat Russland damit zu tun?”
Osmajew: “Ja, sicher.”

Osmajew, der Mann der Getöteten, soll 2012 in Pläne verwickelt gewesen sein, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ermorden. Erst am Donnerstag waren in Kiew zwei Menschen bei einem Bombenanschlag auf einen Oppositionspolitiker getötet worden.