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Schwarzgeldkasse bei der deutschen Botschaft in Paris?

Bei der deutschen Auslandsvertretung in Paris soll es über Jahre eine Schwarzgeldkasse gegeben haben, berichtet die französische Zeitung "Le Monde".

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Schwarzgeldkasse bei der deutschen Botschaft in Paris?

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Die deutsche Botschaft in Paris ist möglicherweise in einen Schwarzgeldskandal verwickelt.

Einem Bericht der französischen Zeitung Le Monde zufolge sollen die deutsche Botschafter in Paris im Zeitraum von 2007 bis 2015 eine Schwarzgeldkasse geführt haben. Damit seien Gewinne aus Privatveranstaltungen in der Botschaftsresidenz, dem renomminierten Hôtel de Beauharnais, vorbei an Fiskus und Sozialversicherung, eingenommen worden.

Auf den Abrechnungen für die Veranstalter tauchte offenbar der Posten “Allgemeinkosten” auf, diese landeten auf einem gesonderten Konto, das als Schwarzgeldkasse diente. Damit sollten die Überstunden der Ortskräfte bezahlt werden. Mit der Zeit sollen sich dort größere Summen angesammelt haben. Unklar ist, ob auch Diplomaten von dem Geld profitierten.

Deutsche Firmen wie BMW, Bayer, Mercedes, das ZDF und Roland Berger sollen unter denen sein, die die seltsamen “Allgemeinkosten” derart abgerechnet haben.

Die Vorwürfe waren ans Licht gekommen, nachdem dem ehemaligen Intendanten der Botschaftsresidenz nach elf Jahren im Dienst, gekündigt worden war. Er hatte sich dagegen gerichtlich gewehrt, das Verfahren läuft noch.

Im Auswärtigen Amt bekräftigte man, dass man den Vorwürfen nachgehe. Unter Berufung auf das laufende Verfahren könne man jedoch keine weiteren Aussagen machen, so der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Rainer Breul.