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Flüchtlinge in Griechenland: Die Reise geht weiter

Mehrere Lager werden geschlossen - auch in der Nähe von Athen. Manchen Bewohnern fällt das schwer.

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Flüchtlinge in Griechenland: Die Reise geht weiter

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Griechenland schließt mehrere Flüchtlingslager – auch dieses rund eine Autostunde nördlich der Hauptstadt Athen. Bereits vergangene Woche mussten die Hilfsorganisationen ihre Arbeit einstellen, nur die „Ärzte ohne Grenzen“ durften bleiben. Die Flüchtlinge, die hauptsächlich aus Afghanistan stammen, sollen in Athen untergebracht oder in komfortablere Lager verlegt werden.

„Wir sind wie eine Familie. Wir hatten hier eine Gemeinschaft, jetzt werden wir getrennt. Es ist ein Neubeginn, aber es fällt nicht leicht zu gehen“, sagt ein 18-Jähriger.

Amy Anderson, eine freiwillige Helferin. bezweifelt, dass die Entscheidung der Regierung die richtige ist. „Ich verstehe nicht, warum sie ein winterfestes Lager dichtmachen, in dem 500 bis 600 Flüchtlinge leben können. Es gibt Menschen auf den Inseln, die in der kalten Jahreszeit untergebracht werden müssen”, so Anderson.

“Viele sehen die Schließung des Lagers kritisch, da Tausende Flüchtlinge auf den Ägäischen Inseln festsitzen. Die Regierung argumentiert, nur gewisse Gruppen wie Minderjährige oder kränkliche Personen könnten aufs Festland verlegt werden. Für diese Menschen geht die Reise weiter”, sagt euronews-Berichterstatter Apostolos Staikos.