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Kataloniens Ex-Regierungschef muss sich gegen Haftbefehl wehren

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Kataloniens Ex-Regierungschef muss sich gegen Haftbefehl wehren

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Das Schicksal des einstigen katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont, zur Zeit in Belgien, ist ungewiss.

Fest steht allerdings, dass er sich nun gegen einen europäischen Haftbefehl wehren muss und wird, mit dem Spanien seine Festnahme und Auslieferung erreichen will.

Auch für vier seiner ehemaligen Minister trifft das zu, die sich ebenfalls nach Belgien abgesetzt haben.

Der Ex-Regierungschef selbst sieht sich immer noch im Amt und verlangt in einer Videoansprache die Freilassung seiner Kollegen – sowie die Achtung aller politischen Ansichten und ein Ende politischer Unterdrückung.

Die verbliebenen ehemaligen katalanischen Regierungsmitglieder nämlich sitzen inzwischen im Gefängnis. Im Gegensatz zu ihren geflüchteten Mitstreitern hatten sie sich zu ihren Gerichtsterminen eingefunden.

Ihnen allen werden Aufstand, Abspaltung und Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen. Dafür könnten ihnen lange Haftstrafen drohen.

Hintergrund dafür sind die Volksabstimmung über eine Abspaltung vor gut einem Monat und die Unabhängigkeitserklärung durch das Parlament der spanischen Region letzte Woche.

Inzwischen hat die spanische Zentralregierung die katalanischen Minister abgesetzt und das dortige Parlament aufgelöst. Eine Neuwahl ist für den 21. Dezember angesetzt.