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Angst vor Anschlag: Libanons Regierungschef Hariri tritt zurück

Libanons Ministerpräsident Saad Hariri ist zurückgetreten. Er machte der Hisbollah und dem Iran schwere Vorwürfe. Außerdem fürchtet er, wie sein Vater ermordet zu werden.

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Libanons Ministerpräsident Saad Hariri ist zurückgetreten. In einer Fernsehansprache sagte er, die schiitische Miliz Hisbollah und deren Schutzmacht Iran würden Unruhen im Libanon und anderen arabischen Ländern schüren.

Die Hisbollah hege außerdem das Ziel, den Libanon unter ihre Kontrolle zu bringen.

Er selbst fürchte, wie sein Vater ermordet zu werden. Rafik Hariri war 2005 bei einem Anschlag in Beirut getötet worden.

Sein Sohn Saad Hariri hatte das Amt des Regierungschefs Ende vergangenen Jahres angetreten.

Das Amt hatte er bereits zwischen 2009 und 2011 inne.

Er leitete eine breite Koalition, der fast alle wichtigen Parteien des Landes angehören, darunter auch die Hisbollah.

Hariri selbst ist Sunnit und ein klarer Gegner der schiitischen Hisbollah. Diese kämpft unter anderem an der Seite von Baschar al-Assad in Syrien. Sie wird Experten zufolge vor allem vom Iran finanziert.