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Caracas: Guevara flieht in Botschaft

Der Vizepräsident des venezolanischen Parlaments, Freddy Guevara, ist aus Sorge vor einer Verhaftung in Chiles Botschaft in Caracas geflohen.

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Freddy Guevara, einer der führenden Oppositionspolitiker Venezuelas, ist aus Angst vor einer jahrelangen Haftstrafe in die chilenische Botschaft in der Hauptstadt Caracas geflohen. Der Oberste Gerichtshof Venezuelas hatte am Freitag Guevaras Immunität als Vizepräsident des Parlaments aufgehoben. Das Gericht macht ihn für die Todesopfer während der oppositionellen Demonstrationen gegen Präsident Nicolás Maduro verantwortlich, weil Guevara zu den Protesten aufgerufen habe.

Über 120 Menschen sind seit April während der teilweise gewaltsamen Proteste gegen Maduro ums Leben gekommen. Ein Bericht der Vereinten Nationen hatte die staatlichen Sicherheitskräfte für die hohe Zahl der Opfer verantwortlich gemacht. Das chilenische Außenministerium gewährt Guevara Schutz in der Botschaft, weil dessen “Sicherheit und Integrität unmittelbar bedroht” seien.

Der 31-jährige Guevara kommt aus der Studentenbewegung. Er lebte schon vor der Flucht, bewacht von Bodyguards, in einer hermetisch abgeriegelten Hochhausanlage in Caracas.


Der friedliche Protest ist in Venezuela wegen zunehmender Repression zum Erliegen gekommen. Die Opposition hat sich zerstritten über den Kurs, zudem drohen Verhaftungen.