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#ParadisePapers - gigantisches Datenleck offenbart die Welt des großen Geldes

Die Daten zeigen, wie Kriminelle, Spitzensportler, Musiker und Superreiche Steuern vermeiden, multinationale Konzerne Gewinne verschieben oder Politiker ihre Geschäfte abwickeln.

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#ParadisePapers - gigantisches Datenleck offenbart die Welt des großen Geldes

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Die Süddeutsche Zeitung hat in Kooperation mit fast 400 Reportern aus 67 Ländern die so genannten Paradise Papers ausgewertet, 13,4 Millionen Datensaätze zu Offshore-Geschäften. Die Daten zeigen, wie Kriminelle, Spitzensportler, Musiker und Superreiche Steuern vermeiden, multinationale Konzerne Gewinne in Steueroasen verschieben und wie zum Beispiel Politiker ihre Geschäfte im Hintergrund abwickeln. Die Liste der Namen ist illuster – von der Queen über Bono und Madonna bis zum amerikanischen Milliardär und Handelsminister Wilbur Ross
oder Ex-Kanzler Gerhard Schröder.

Unfreiwillige Quelle der Daten ist die international agierende Anwaltskanzlei Appleby. Es geht um Geschäfte auf Bermuda, der Isle of Man und den britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey. Die Offshore-Kanzlei erklärte, es gebe keinen Beweis für Fehlverhalten der Kanzlei oder ihrer Kunden – alles sei legal.

Bastian Obermayer von der Süddeutschen Zeitung hält dagegen: “Nur weil etwas legal ist, muss es noch lange nicht legitim oder sogar moralisch akzeptabel sein. Was wir sehen sind Milliarden, die verschwinden – und eigentlich versteuert werden müssten.”

Die Paradise Papers zeigen, wie die Offshore-Welt mit den Industrienationen verwoben ist. Der Ökonom Gabriel Zucman hat für diese Recherchen der Süddeutschen ausgerechnet, das mehr als 600 Milliarden Euro jährlich von multinationalen Konzernen über Steueroasen verschoben werden.

Und die Paradise Papers zeigen, wie die Kanzlei Appleby und andere Beraterfirmen multinationalen Konzernen dabei helfen, Steuern zu vermeiden. Es tauchen auch Hinweise auf teils verborgenen Firmenstrukturen von Apple, Nike, Facebook und anderen Großunternehmen auf.