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60 Jahre Trabant: "Der Trabi ist ein Stück Kulturgut"


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60 Jahre Trabant: "Der Trabi ist ein Stück Kulturgut"

Sachsenporsche, Pappkarton, Plastikbomber, Rennpappe, Trabi – kaum ein 60jähriger kann so viele Kosenamen vorweisen wie dieses kleine, laute nicht immer wohlriechende Auto aus baumwollverstärktem Phenoplast. Vor 60 Jahren wurden die ersten Trabants im VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau produziert, ab 1958 und bis 1991 in Serie.



Ein Traumauto und für viele das Symbol des friedlichen Mauerfalls 1989 – “Auto des Jahres” 1989 im TIME-Magazin. Da ergossen sich gefühlt hunderttausende Trabis über die ehemalige Demarkationslinie – soweit das Zweitaktgemisch für 23 PS und 100 Stundenkilometer Spitze eben reichte. DDR-Bürger staunten über Meldungen wie “auf den Autobahnen Richtung Westen kam es zu bis zu 100 Kilometer langen Staus” – echt? Das Auto war doch immer knapp gewesen, nur nach jahrelanger Wartezeit zu haben. Rund 16,4 Millionen Menschen lebten 1989 in der DDR, insgesamt wurden bis 1991 aber nur rund drei Millionen Trabis gebaut.


Heute ist das Auto Kult. 34.500 rollen noch auf den Straßen. Thomas Bolz aus Potsdam gehört ein papyrus-weißes, mit Originalteilen in Schuss gehalten. „Der Trabi ist ein Stück Kulturgut“, sagt er.













Sigrid Ulrich mit dpa

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