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Cheops-Pyramide: virtueller Rundgang im Grabmal

Die größte der Pyramiden von Gizeh wurde von einem Forscherteam gescannt - nun kann jeder darin herumlaufen, ganz ohne nach Ägypten zu fahren. Die Wissenschaftler fanden beim Scan der Pyramide eine bisher unbekannte Anlage.

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Cheops-Pyramide: virtueller Rundgang im Grabmal

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Die Pyramiden von Gizeh vor den Toren von Kairo. Millionen Menschen haben dieses Weltwunder besucht. Doch, eine Reise nach Ägypten wird in Zukunft nicht mehr unbedingt nötig sein, um die legendären Bauwerke der Pharaonen zu besichtigen – Dank der Wissenschaftler von Scanpyramids in der französischen Hauptstadt Paris, darunter Mehdi Tayoubi:

“Dank dieser Technik machen wir es quasi möglich, uns nach Ägypten, in die Pyramiden zu beamen. Ein Novum in der Welt der virtuellen Realität ist, dass wir dies in der Gruppe tun können und nicht mehr isoliert als Einzelperson. Sie können ihre Familie mitnehmen. Und sie können an Orte innerhalb der Pyramiden gelangen, die in Wirklichkeit gar nicht für Besucher zugänglich sind.”

Das Scan-Team arbeitet im Labor in Paris an der virtuellen Pyramidenführung. Die Versuchsanordnung: In einem riesigen Raum gehen die “Touristen” mit Brillen auf der Nase herum – in ihrer Wahrnehmung befinden sie sich in der Großen Pyramide – ohne nach Ägypten reisen zu müssen und ohne das jahrtausendealte Bauwerk der Anwesenheit von Tausenden Besuchern im Monat auzusetzen.

Sensationaller Nebeneffekt der Vermessung der Großen Pyramide: Während der Vermessungsarbeiten an der Großen Pyramide entdeckte das Team eine 30 Meter lange Baustruktur – möglicherweise eine Grabkammer, in jedem Fall aber die erste Entdeckung innerhalb der Pyramide seit dem 19. Jahrhundert.