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NATO: Reform wegen Russland

Das Militärbündnis will zwei neue Kommandostützpunkte aufbauen.

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Beim Treffen der Verteidigungsminister der NATO-Mitgliedsländer an diesem Mittwoch und Donnerstag in Brüssel steht das Thema Russland ganz oben auf der Besprechungsliste. Das Militärbündnis ordnet die Politik des Landes als aggressiv ein und prüft deshalb strukturelle Veränderungen.

„2014 war für die Entwicklung der NATO hin zu einer Organisation, die sich auf gemeinsame Verteidigungsaufgaben konzentriert, ein sehr wichtiges Jahr. Die Invasion auf der Halbinsel Krim und Russlands fortlaufende Unterstützung der Separatisten und Kriegshandlungen im Osten der Ukraine haben das Gefahrenbewusstsein aller NATO-Mitglieder geschärft.“

So will die NATO zwei neue Kommandostützpunkte einrichten, um im Bedarfsfall Bodentruppen in Europa und Marineeinheiten im Atlantik zu lenken.

euronews-Reporter Andrei Beketov kommentiert: „Die NATO bereitet sich darauf vor, ihre Kommandostruktur, die nach dem Ende des Kalten Krieges reduziert wurde, teilweise wiederherzustellen. Die Zahl des eingesetzten Personals wird nicht so hoch sein wie zu Beginn dieses Jahrhunderts, dadurch wird diese Maßnahme eher zu einem symbolischen Akt, um auf die gefühlte russische Bedrohung zu reagieren. Es wird erwartet, dass die Reform im Juli beim Gipfel im neuen NATO-Hauptsitz abgesegnet wird.”