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Venedigs Altstadt: Verbot von Riesenschiffen

Reizthema Riesenschiffe: Umwelt- und Kulturschützer sehen das Unesco-Welterbe Venedigs sowie das ökologische Gleichgewicht in der Lagune bedroht.

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Venedigs Altstadt: Verbot von Riesenschiffen

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Venedig will Kreuzfahrtschiffen die Fahrt an der historischen Altstadt entlang verbieten. Schiffe mit mehr als 55.000 Tonnen müssen künftig eine andere Route in der Lagune nehmen und am Festlandshafen in Marghera anlegen. Über den Infrastrukturplan war 18 Monate diskutiert worden, bevor örtliche Behörden und die italienische Regierung ihn absegneten. Die UNESCO forderte bereits 2016 Grenzwerte für Riesenschiffe, um das Weltkulturerbe zu schützen.

“Der Plan wurde fast einstimmig angenommen, nur die Gemeinde von Chioggia stimmte dagegen. Es reicht, dass der Unesco und der Welt klar ist, dass wir eine Lösung für die großen Schiffe in der Lagune haben, die mit der Region und der Regierung abgestimmt ist. Ich denke, es ist ein Erfolg für die Bürger Venedigs, die darüber abgestimmt haben. Wir haben sehr detailliert erklärt, wie wichtig es ist, den Industrie-, Produktions- und Handelshafen von Venedig nicht sterben zu lassen, sondern ihn weiter zu entwickeln”, sagte Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro.

Umwelt- und Kulturschützer wie das Anti-Kreuzer-Komitee “No grandi Navi” kritisieren den Plan: Denn das Verbot gilt erst in drei oder vier Jahren. So lange dauert es, bis das neue Hafenterminal fertig ist. Außerdem dürfen jetzt Riesenkolosse mit mehr als 96.000 Tonnen in die Lagune einfahren. Die waren vorher – dank einer freiwilligen Selbstbeschränkung – verboten. Mit einer Bevölkerung von 55.000 Einwohnern beherbergt Venedig bis zu 60.000 Touristen täglich. In den vergangenen Jahren wehren sich Venezianer zunehmend gegen den Massentourismus.