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Sexuell belästigt: Vorwürfe gegen US-Comedian


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Sexuell belästigt: Vorwürfe gegen US-Comedian

Der Skandal um sexuelle Belästigung in der Filmbranche weitet sich aus. Auch der US-Comedian Louis C.K. soll Frauen bedrängt haben. Hollywood reagierte umgehend: Der neue Film des Comedy-Schauspielers “I Love you, Daddy” verlor seinen Verleih. Die Premiere sowie mehrere Fernsehauftritte des Künstlers wurden abgesagt.

Hintergrund ist ein Artikel der New York Times, demzufolge mehrere Frauen Louis C.K. beschuldigen, vor ihnen masturbiert zu haben. Der will sich nicht zu den Vorwürfen äußern.


Auch der Film-Anbieter HBO kündigte an, Louis C.K.s jüngste Filme und Serien aus dem On Demand Service zu nehmen. Ein empfindlicher Schlag für den US-Komiker. Mit dem umstrittenen Schauspieler Kevin Spacey wurde ähnlich verfahren: Regisseur Ridly Scott und Sony ließen ihn kurzer Hand für mehrere Millionen Dollar aus dem fertig gedrehten Film “Alles Geld der Welt” rausschneiden und ersetzen.

Denn alle Filme, die jetzt auf den Markt kommen, konkurrieren um die begehrten Preise der Filmbranche.
Der Künstleragent Jonathan Shalit erklärt, “Ziel ist, dass ein Film nominiert wird und soviele Preise wie möglich gewinnt. Doch ein Kevin Spacey-Streifen kann nur noch durchfallen, der Film “Alles Geld der Welt” wäre schon abgeschrieben, bevor er überhaupt in die Kinos kommt. Tatsächlich würde keine Zeitung den Film besprechen, kein Fernsehsender würde Ausschnitte zeigen. Die Produzenten und das Filmstudio traten in letzter Minute auf die Bremse.”

Seit dem Skandal um Harvey Weinstein kämpft die Filmbranche um ein besseres Image. Denn daran hängen Zuschauerzahlen und somit auch der Gewinn, den ein Film einspielt.

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