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Der Louvre Abu Dhabi: Zwischen Staunen und Kritik

Lange Besucherschlangen bildeten sich vor dem neuen Museum in Abu Dhabi am Eröffnungstag. In den nächsten Tagen werden rund 5.000 Besucher erwartet.

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Der Louvre Abu Dhabi: Zwischen Staunen und Kritik

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Der Louvre Abu Dhabi hat am 11. November seine Türen für Besucher geöffnet. Die Menschen kamen aus aller Welt, um bei der Museumseröffnung im Golfemirat dabei zu sein. Die Tickets im Vorverkauf waren bereits vor der offiziellen Eröffnung weg.


Zehn Jahre haben die Planungen und der Bau gedauert. Das Projekt wurde zwischen Frankreich und Abu Dhabi besiegelt.

Für viele ist allein das Gebäude ein Höhepunkt. “Dieses Museum übertrifft alle Erwartungen, weil es an sich schon ein Symbol ist”, staunt die Besucherin Michael Stolz-Schmitz. “Unter seinem wunderschönen Dach gibt es so viele schöne Kunstwerke, die die Welt zusammenbringen.”

Besucher Stefan Schmitz bewundert den internationalen Anspruch des Museums: “Wir haben schon viele Museen in der Welt besichtigt. Für mich ist dieses das Beste in der Größe.”

Unter der 180 Meter langen Kupel aus acht Schichten arabischer geometrischer Formen werden im neuen Louvre rund 600 internationale Kunstwerke ausgestellt. Der Kunsttempel von Architekten Jean Nouvel will auf mehr als 6000 Quadratmetern die Geschichte der Welt und ihrer Hauptreligionen in mehreren Kapiteln darstellen.

Ein hoher Preis

Die Vereinten Arabischen Emirate bezahlten knapp eine Milliarde Euro für Leihgaben, Expertise und, um den historischen Namen “Louvre” 30 Jahre führen zu können. Der Bau kostete den Scheichs rund 600 Millionen Euro. Er wurde um mehrere Jahre verzögert, die Eröffnung wurde mehrmals verschoben.

Menschenrechtsorganisationen stellten die Arbeitsbedingungen bei der Konstruktion des Museums in Frage. Arbeiter sollen schlecht behandelt oder nicht bezahlt worden sein, so einige NGO-Berichte.