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Einigung zwischen Fatah und Hamas: Gaza schöpft Hoffnung

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Einigung zwischen Fatah und Hamas: Gaza schöpft Hoffnung

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Etwa einen Monat nach Verabschiedung des Friedensabkommens zwischen Fatah und Hamas spürt die Bevölkerung im Gaza-Streifen Verbesserungen: Die Preise für viele Güter sind gesunken, weil Übergange wie Karm Abu Salem zur Grenze nach Ägypten seit dem 1. November an die palästinensische Autonomiebehörde übergeben wurden. Diese schafften von der Hamas erhobene Abgaben ab – Autos kosten damit zum Teil ein paar Tausend Dollar weniger. Auch wenn die strengen israelischen und ägyptischen Einfuhrbeschränkungen vorerst bestehen bleiben, schöpfen Palästinenserinnen und Palästinenser wie Hiba Mahdi Hoffnung. “Die wirtschaftliche Situation in Gaza wird sich verbessern, nach dem die Steuer, die wir am Grenzübergang Karm Abu Salem bezahlt haben, abgeschafft wurde”, sagt die junge Frau, die im Elektronikhandel arbeitet. “Das wird gut für die Kunden sein, weil die Preise runtergehen werden.”

Die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Gaza-Streifens sind in der Vergangenheit immer schlechter geworden – viele Familien müssen wegen der Stromknappheit mit Feuer kochen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte den Druck auf die Hamas dadurch erhöht, dass er die aus Israel importierte Energie nicht mehr voll bezahlte.

Auch die Abwasserentsorgung ist ein Problem. Ein großer Teil der Strände und des Fischbestandes ist durch Schmutzwasser verseucht. Im Versöhnungsabkommen ist vorgesehen, dass die Palästinenserbehörde Restriktionen wieder aufhebt. So sollen zum Beispiel Beamtengehälter wieder voll ausgezahlt werden.