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Atomwaffen: Trumps Finger am Abzug macht Senatoren nervös

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Atomwaffen: Trumps Finger am Abzug macht Senatoren nervös

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Eines hat US-Präsident Donald Trump mit seinem Widersacher, dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un, gemeinsam: Beide können quasi im Alleingang einen Atomkrieg starten. Die Codes dazu hat Trump, wie auch seine Vorgänger, immer dabei; auch auf seiner jüngsten Asien-Reise, bei der es ausgerechnet um das nordkoreanische Atomprogramm geht.

Gar nicht gut findet das beispielsweise Bob Corker, Senator aus Tennessee und wie Trump ebenfalls Republikaner. Erst letzten Monat hatte er vor dem Dritten Weltkrieg gewarnt, ausgelöst durch den US-Präsidenten.

Im US-Senat hat es jetzt wegen dieser Sorgen eine Anhörung gegeben, erstmals seit den 70er-Jahren. Eine Erkenntnis: Ganz unkontrolliert kann der Präsident vielleicht doch nicht agieren:

“Das Militär der Vereinigten Staaten befolgt nicht blind Befehle”, so der General A.D. Robert Kehler in der Senatsanhörung. “Eine Anweisung des Präsidenten, Atomwaffen einzusetzen, muss dem Gesetz entsprechen. Die militärischen Prinzipien der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit gelten für Atomwaffen genauso wie für alle anderen Waffen.” Darauf zu achten sei seine Aufgabe gewesen.

Manchen US-Senatoren reicht das nicht, sie wollen Rechtssicherheit schaffen. Damit nicht irgendwann doch noch ein Präsident aus einer Laune heraus einen Atomkrieg startet.