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Angespannte Ruhe in Simbabwe

Machthaber Mugabe ist nach wie vor unter Hausarrest. Seine Ära scheint vorbei.

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In den Straßen von Harare ist es ruhig. Immer wieder erinnern Panzer und Soldaten daran, dass hier gerade eine Ära zu Ende geht. Präsident Mugabe steht unter Hausarrest. Nach fast vier Jahrzehnten an der Macht wurde der 93-Jährige vom Militär kaltgestellt.

Eine Situation, die weltweit für Beunruhigung sorgt. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres rief alle Beteiligten zu Gewaltfreiheit auf. Genau wie die Afrikanische Union:

Deren Kommissionspräsident, Moussa Faki Mahamat, sagte : „Wir wissen alle, dass es Probleme innerhalb der Regierungspartei gibt und Probleme dabei, einen Nachfolger für Präsident Mugabe zu finden. Wir hoffen, dass die Konflikte nicht zu Blutvergießen führen werden.“

Blutvergießen will die Armee Simbabwes nach eigenen Angaben auch nicht. Ihr Ziel seien lediglich Kriminelle im Umfeld des Präsidenten. Gemeint ist damit wohl auch Mugabes 41 Jahre jüngere Ehefrau Grace. Es wird vermutet, dass er sie als seine Nachfolgerin inthronisieren will.

„Die First Lady, Grace Mugabe, ist derzeit in Simbabwe. Berichte, die anderes behaupten, sind falsch. Ob sie die Geschehnisse beschleunigt hat? Ja, ganz maßgeblich“, sagte Nick Mangwana, ein britischer Vertreter von Mugabes Partei ZANU-PF.

Mugabe hatte vor kurzem seinen Vizepräsidenten gefeuert. Ein enger Verbündeter des Militärs, das jetzt die Kontrolle übernahm. Die Armee kündigte an, auf seine Mission folge eine Rückkehr zur Normalität. Unklar bleibt, was damit gemeint ist.