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Tate Modern: Der ganze Modigliani

Seinerzeit galten seine Akte als skandalös wegen der nackten der Haut und der Schamhaare. Heute gilt Modigliani als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

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Tate Modern: Der ganze Modigliani

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Die sinnlichen Frauenakte sind eindeutig der Höhepunkt der neuen Modigliani-Ausstellung in der Londoner Tate Modern. Eine der größten, jemals dem italienischen Maler und Bildhauer gewidmeten Schauen. Das Museum hat rund 100 Werke von 70 öffentlichen und privaten Leihgebern zusammengetragen. Der Schwerpunkt der Kuratoren lag auf der Experimentierfreudigkeit des Meisters. Viele der Werke galten seinerzeit als skandalös – wegen nackten der Haut und der Schamhaare.

Kuratorin Nancy Ireson erklärt: “Modigliani überschritt Grenzen und auf gewisse Weise geschah dies, weil er sich der Tradition verbunden fühlte. Er erfand sie neu. Er wollte zeigen, dass man Frauen wie echte, lebendige Menschen darstellen kann, mit all ihrer Sinnlichkeit und physischer Präsenz. Das zeigt der starke, geradezu taktile Malstil, diese Frauen haben Charakter, Persönlichkeit.”

Präsentiert wird Modiglianis Werk nach seiner Ankunft in Paris 1906, wo er von Cézanne, Toulouse-Lautrec und Picasso inspiriert wurde. Ein den Skulpturen gewidmeter Raum soll deutlich machen, wie er durch die Bildhauerkunst seinen markanten Malstil fand. Noch mehr Einblicke gewährt der Virtual Reality Raum, der den Besucher in das Werk des Künstlers etntauchen lässt. Bis zum 4. April in London.