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Black Friday, Cyber Monday: Betrüger nutzen Schnäppchen-Hektik

Analysten: In den USA mehr als 32.000 bösartige mobile Apps das Branding der fünf größten Online-Händler

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Black Friday, Cyber Monday: Betrüger nutzen Schnäppchen-Hektik

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Früher kamen viele US-Einzelhändler erst durch die Weihnachtssaison in die schwarzen Zahlen, daher der Name „Black Friday“. Nach vier Tagen Konsumrausch bis zum Abend des „Cyber Monday” kommen viele offenbar mit dem Zählen kaum nach. Letztes Jahr gaben Verbraucher an diesem verlängerten Wochenende online 9,36 Milliarden (7,9 Milliarden Euro) US-Dollar aus, davon 1,2 (1,0) Milliarden beim sogenannten „Mobile Shopping“. Dieses Jahr waren es allein am US-Feiertag Thanksgiving am Donnerstag und am darauf folgenden Black Friday laut Marktforschung „Adobe Analytics“ online fast acht Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro) – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent.


Für nicht wenige Konsumenten endet der „Black Friday“ ganz, ganz schwarz: Auch Betrüger schafften Rekordumsätze, so die Beraturngsfirma „RiskIQ“. Demnach nutzen in den USA mehr als 32.000 bösartige mobile Apps das Branding der fünf größten Online-Händler. Diese Apps versuchen in der Schnäppchen-Hektik, Käufer dazu zu bringen, Kreditkarteninformationen einzugeben, Facebook- und Gmail-Anmeldedaten aufzugeben oder Malware herunterzuladen, die persönliche Informationen stiehlt oder Geräte blockiert, bis Lösegelder bezahlt werden.

Europäern bleibt dieser Trend nicht erspart. Die Briten ließen am Black/Cyber-Wochenende vermutlich 1,15 Milliarden Pfund (1,3 Milliarden Euro). Im vergangenen Jahr zweigten Betrüger laut „Action Fraud Christmas“ in der Weihnachtszeit 16 Millionen Pfund (1,8 Millionen Euro) ab.


su mit Reuters, dpa