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Kenia: Präsident Kenyatta unter Protesten vereidigt

50 Tote seit dem ersten Anlauf zur Präsidentschaftswahl im August

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Kenia: Präsident Kenyatta unter Protesten vereidigt

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In Kenia ist Präsident Uhuru Kenyatta in seine zweite Amtszeit eingeführt worden:

“I Uhuru Kenyatta, I assume as President of the Republic of Kenya.”

Zur Zeremonie in einem Sportstadion in Nairobi waren tausende Menschen gekommen. Kenyattas Wiederwahl ist umstritten. Eine erste Abstimmung war wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt worden.


Vor der Zeremonie war die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Anhänger und Gegner des Staatschefs vorgegangen. Die Opposition versuchte gleichzeitig, im Südosten der Hauptstadt eine Versammlung zum Gedenken an die mehr als 50 Menschen abzuhalten, die bei Protesten seit der Präsidentschaftswahl im August getötet worden waren – größtenteils von Polizisten. Die Polizei versuchte, die Demonstranten mit Tränengas und Schlagstöcken zu vertreiben.


UMSTRITTENE WAHL

Kenyatta hatte die Wiederholung der Wahl (26/10/2017), von der Opposition wegen „Zweifeln an der Fairness“ boykottiert, mit mehr als 98 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei 39 Prozent, an der später annullierten ersten Wahl vom 8. August hatten sich noch fast 80 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Das Oberste Gericht hatte damals wegen Unregelmäßigkeiten eine Wiederholung der Wahl angeordnet – ein auf dem afrikanischen Kontinent bis dahin beispielloser Schritt.


Oppositionsführer Raila Odinga weigert sich, den Sieg seines Gegners Kenyatta anzuerkennen. Der Oberste Gerichtshof bestätigte Kenyattas Wiederwahl und wies zwei Einsprüche gegen das Wahlergebnis zurück.

su mit AFP