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Russland verliert Kontakt zu Satelliten nach Raketenstart in Wostotschny

Die Sojus-Rakete war am Dienstag planmäßig vom Kosmodrom Wostotschny aus ins All gestartet. Nun hat man den Kontakt zum Satelliten verloren.

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Russland verliert Kontakt zu Satelliten nach Raketenstart in Wostotschny

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Vom neuen russischen Weltraumbahnhof Wostotschny aus ist am Dienstag eine Sojus-Rakete ins All gestartet. Kurz darauf hat man den Kontakt zu einem Wettersatelliten “Meteor-M Nr. 2-1”, der mit an Bord war, verloren.

Es sei nicht gelungen, eine Verbindung herzustellen: Der Satellit habe seine Zielumlaufbahn um die Erde nicht erreicht, so die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos. Es werde derzeit nach der möglichen Ursache gesucht. Experten zufolge sei es nicht auszuschließen, dass die Raketenoberstufe gesamt ihrer Ladung wieder auf die Erde gefallen ist.

Ein anderer Experte sagte, es sei auch möglich, dass der Satellit auf einer ungeplanten Erdumlaufbahn gelandet ist. Sollte der Kontakt innerhalb 24 Stunden nicht hergestellt werden, gilt der Meteor-M wohl als verloren.

Beim Start der Sojus-Trägerrakete am frühen Nachmittag Ortszeit verlief eigentlich alles nach Plan, wie Roskosmos mitteilte. Möglicherweise habe die Raketenstufe vom Typ Fregat nicht planmäßig gezündet, so die Agentur Interfax auf Berufung von Raumfahrtkreisen.

Es ist erst das zweite Mal, dass eine Rakete vom Weltraumbahnhof im Amur-Gebiet an der Grenze zu China abhebt. Das Kosmodrom Wostotschny wurde vergangenes Jahr im April eröffnet. Bereits beim ersten Raketenstart kam es zu Komplikationen.

Mit dem Kosmodrom will sich Russland vom Weltbahnhof Baikonur im benachbarten Kasachstan unabhängig machen. Heute heben vom Kosmodrom Baikonur Menschen zur Internationalen Raumstation ISS ab. Langfristig sollen auch von Wostotschny aus Menschen ins All starten.