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Unruhiges Kenia: Oppositionsführer nennt sich "rechtmässiger Präsident"

Raila Odinga will sich im Dezember zum Staatschef ernennen lassen

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Unruhiges Kenia: Oppositionsführer nennt sich "rechtmässiger Präsident"

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Der kenianische Oppositionsführer Raila Odinga will
sich im Dezember zum Staatschef ernennen lassen. Dies kündigte er
an, kurz nachdem Uhuru Kenyatta vor tausenden Menschen im größten Stadion des
Landes zum zweiten Mal als Präsident des ostafrikanischen Landes vereidigt worden war – er selbst sei der “rechtmäßige Präsident” Kenias.
Am 12. Dezember werde sich das neue Parlament konstituieren und
«diese Volksversammlung ist auch diejenige, die mich ins Amt
einführen wird», sagte der 72-jährige Odinga auf einer
Oppositionsveranstaltung in Nairobi, die mutmaßlichen Opfern von
Polizeigewalt gewidmet war.


Die Veranstaltung wurde laut Oppositionsangaben zum Ziel eines Polizeieinsatzes. Augenzeugen
zufolge setzten die Einsatzkräfte Tränengas ein und schossen
angeblich mit scharfer Munition. Die Polizei wies entsprechende
Berichte zurück.odinga


Kenias Oberstes Gericht hatte die Präsidentenwahl vom August wegen
grober Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt. Der daraufhin
angeordnete erneute Urnengang Ende Oktober, der von Oppositionsführer
Raila Odinga boykottiert wurde, endete mit einer erheblich
niedrigeren Wahlbeteiligung und einem überragenden Sieg Kenyattas. Er
erhielt rund 98 Prozent der abgegebenen Stimmen.

su mit dpa