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EU-Afrika-Gipfel will gegen Sklavenhandel vorgehen

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EU-Afrika-Gipfel will gegen Sklavenhandel vorgehen

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Angesichts Berichten über Fälle von Sklavenhandel in Libyen haben sich die Teilnehmer des EU-Afrika-Gipfels auf einen Evakuierungsplan geeinigt. 

Libyen stimmte in Abidjan zu, dem UN-Flüchtlingshilfswerk und internationalen Organisation für Migration Zugang zu den Lagern in seinem Machtbereich zu gewähren.

Dies soll es ermöglichen, ausreisewillige Migranten außer Landes zu bringen.

Einige EU-Länder schlugen zudem Militäroperationen vor, um gegen Menschenschmuggler vorzugehen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk erwähnte in diesem Zusammenhang auch UN-Sanktionen.

Migranten, die nicht nachweisen können, dass sie schutzbedürftig sind, soll eine Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden.

Politisch Verfolgte und Flüchtlinge sollen zunächst in den Tschad oder den Niger gebracht werden.

Beide Länder werden dafür von der EU finanziell unterstützt.

Zudem könnte ein Teil der Flüchtlinge mittelfristig auch in die EU-Staaten oder andere aufnahmewillige Länder umgesiedelt werden.

Der Präsident der Republik Niger, Mahamadou Issoufou, lobte gegenüber unserem Schwestersender Africanews die in Abidjan gefassten Beschlüsse.

Das geplante Maßnahmenpaket gegen die Banden von Menschenschmugglern sei dringend erforderlich, da diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübten.

Beim Kampf gegen die Schmuggler und Sklavenhändler sollen auch internationale Hilfsorganisationen eine Rolle spielen.

Eine Vertreterin sagte am Rande des Gipfels, die Rettung von Menschenleben aus der Gewalt unmenschlicher Behandlung sei das allerwichtigste Ziel.

Es komme nun darauf an, auswanderungswillige Menschen in Afrika zum Bleiben zu überzeugen.

Unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva sagt: “Die Gipfelteilnehmer haben die Lage in den libyschen Lagern mit brutaler Offenheit beschrieben.

Europa, Afrika und die UNO versprechen, so schnell wie möglich zu handeln. Aber die chaotische politische Situation in Libyen erfordert eine äusserst komplexe Strategie von der internationalen Gemeinschaft.”