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Aufgeheizte Stimmung auf den Straßen von Tegucigalpa

Immer noch steht kein Wahlsieger bei der Präsidentenwahl in Honduras fest. Beide feiern schon.

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Aufgeheizte Stimmung auf den Straßen von Tegucigalpa

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Anhänger von Oppositionskandidat Salvador Nasralla haben in Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa demonstriert und Reifen in Brand gesetzt. In dem mittelamerikanischen Land ist Tage nach der Wahl noch nicht klar, wer gewonnen hat. Nasralla hatte sich bereits zum Sieger erklärt, liegt nun aber nach jüngsten Angaben des Wahlamts 0,78 Prozent hinter Amtsinhaber Juan Orlando Hernandez.

Dennoch hält er am Sieg fest. Nasralla sagte vor Fans in Tegucigalpa: "Es geht um die echten Wahlzettel. Nur den echten Wahlzetteln glaube ich, nicht den gefälschten ohne Unterschrift, die das Wahlamt zählt, das die Stimme des Volkes nicht hören will."

Unterdessen jubilierten die Anhänger von Amtsinhaber Hernandez und schrien: "Noch vier Jahre".

Die Beobachtermission der Europäischen Union rief das Wahlamt zu Eile und Transparenz auf.

Der künftige Staatschef steht vor großen Herausforderungen: Mächtige Jugendbanden terrorisieren weite Teile des Landes und zwingen zahlreiche Honduraner zur Flucht in die USA. Mehr als 60 Prozent der Menschen gelten als arm, rund 38 Prozent leben sogar in extremer Armut. Zudem ist Honduras eines der Länder mit dem niedrigsten Bildungsniveau in Mittelamerika.