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Martin Schulz: Druck aus Paris und Athen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras forderten den Vorsitzenden der deutschen Sozialdemokraten mehr oder weniger unmissverständlich auf, mit der Union über eine Große Koalition zu verhandeln.

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Martin Schulz: Druck aus Paris und Athen

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Erst kürzlich hatte Martin Schulz empört auf Berichte reagiert, denen zufolge die SPD bereit sei, Koalitionsgespräche mit der CDU/CSU zu beginnen. In einem Telefongespräch mit Kanzlerin Angela Merkel verbat sich der Vorsitzende der Sozialdemokraten daraufhin derartiges Vorpreschen.

Mittlerweile sieht sich Schulz auch ausländischem Druck ausgesetzt. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte Schulz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe sich zuletzt mehrfach bei ihm gemeldet. Macron sucht Verbündete für sein Vorhaben einer grundlegenden Reform der Europäischen Union - ein Plan, den Schulz zumindest in Teilen unterstützt.

Und auch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras forderte den Chef der deutschen Sozialdemokraten, mehr oder weniger unverblümt auf, Regierungsverantwortung zu übernehmen. In einer Kurznachricht an Schulz schrieb Tsipras vielsagend: „Ich bin sicher, dass Du die richtige Entscheidung treffen wirst.“