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Tel Aviv: 20.000 Teilnehmer bei "Marsch der Schande"

Der Protestzug richtete sich gegen Korruption innnerhalb der israelischen Regierungskoalition, und speziell gegen Ministerpräsident Netanjahu. Ihm wird unter anderem die Annahme teurer Geschenke wie Champagner vorgeworfen. Netanjahu bestreitet das.

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Tel Aviv: 20.000 Teilnehmer bei "Marsch der Schande"

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Zehntausende Demonstranten haben in Tel Aviv gegen Bestechung und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu protestiert.

Der Regierungschef steht wegen Korruptionsermittlungen seit Monaten unter Druck, bestreitet aber alle Vorwürfe.

Der "Marsch der Schande" richtete sich auch gegen eine neue Gesetzgebung, durch die Netanjahu Kritikern zufolge gegen polizeiliche Ermittlungen geschützt wird.

Demonstrant Omri Dayan sagte:"Am Montag wird in der Knesset über ein Gesetz abgestimmt, durch das die Polizeikräfte förmlich kastriert werden. Korrupte Politiker könnten dann all ihre Taten vertuschen, es gibt dann keine Transparenz mehr für die Öffentlichkeit."

Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass die Polizei ihre Empfehlungen für eine Anklage nicht mehr öffentlich machen muss.

Netanjahu wird vorgeworfen, in zwei Korruptionsfälle verwickelt zu sein. Er und seine Frau sollen unter anderem Zigarren und Champagner von Geschäftsleuten angenommen haben.

Außerdem wird Netanjahu versuchte Einflussnahme auf die Berichterstattung einer regierungskritischen Zeitung angelastet.