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Erpresser halten Paketdienst DHL und Kunden in Atem

Nach Paketbombe am Weihnachtsmarkt in Potsdam verlangen Erpresser mehrere Millionen Euro und drohen mit weiteren Bomben

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Erpresser halten Paketdienst DHL und Kunden in Atem

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Dutzende Hinweise, aber der entscheidende Tipp war noch nicht dabei:

Meinung

"Auch Briefe werden jetzt ganz sorgfältig geöffnet. Muss nicht, aber es könnte ja…da bin ich doch ein bisschen vorsichtiger geworden"

Elfriede Höhner Potsdam

Mitten im Weihnachtsgeschäft halten Erpresser den Paketdienst DHL und seine Kunden in Atem.

Elfriede Höhner, Potsdam:

"Auch Briefe werden jetzt ganz sorgfältig geöffnet. Muss nicht, aber es könnte ja…da bin ich doch ein bisschen vorsichtiger geworden."

Die Erpresser verlangen mehrere Millionen Euro und drohen mit weiteren Bomben. Am Freitag hatte eine mit Nägeln bestückte Paketbombe dazu geführt, dass der Potsdamer Weihnachtsmarkt zum Teil geräumt werden musste.

Einige Schlagzeilen nach der Drohung:

  • "Der bange Blick auf das Paket" ("Hannoversche Allgemeine")
  • "Post warnt vor Paketen mit unbekanntem Absender" ("SPIEGEL ONLINE")

  • "DHL sieht keine Möglichkeit für Kontrolle von Millionen Paketen" ("Leipziger Volkszeitung")

  • "Paketdienste sensibilisieren Mitarbeiter für auffällige Pakete" ("General-Anzeiger")

  • "Das «Restrisiko» - Kunden und Zusteller verunsichert ("DIE WELT")

  • "SoKo-Paket befürchtet Trittbrettfahrer" ("Tagesspiegel")

  • "Explosive DHL-Pakete im Umlauf | So erkennen Sie eine Bombenlieferung" ("BILD")

Am Freitag war eine eine mit Nägeln bestückte Paketbombe

am Weihnachtsmarkt in Potsdam von Polizei-Experten unschädlich

gemacht worden – der Markt wurde zum Teil geräumt - zuvor war ein Bombenpaket in Frankfurt (Oder) in Flammen aufgegangen.

Mario Heinemann, Polizei Potsdam:

„Am Freitag Nachmittag ist ein Paket bei einer Apotheke in der Potsdamer Innenstadt in der Nähe des Weihnachtsmarktes zugestellt worden. Dieses Paket hat sich als gefährlicher Gegenstand erwiesen. Anschließend ist dann festgestellt worden, dass sich in dem Paket ein sogenannter QR-Code befunden hat. Dieser QR-Code führte uns zu einem Erpresserschreiben, so dass wir jetzt wissen, dass DHL erpresst wird.“

Die Sonderkommission «Quer» wurde auf mehr als 50 Mitarbeiter erweitert. Polizei und Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatten die Bevölkerung gebeten, sehr vorsichtig zu sein. Die Paketbomben könnten zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

Die DHL erklärte, es sei nahezu unmöglich, alle Pakete zu kontrollieren. Die 60 000 Paketzusteller seien sensibilisiert. Derzeit transportiert die Post-Tochter sieben Millionen Sendungen am Tag.

su mit dpa