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Moskauer Reaktionen auf Olympia-Aus

Wie wurde die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees in der russischen Hauptstadt aufgenommen?

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Der Ausschluss der russischen Mannschaft von den Olympischen Winterspielen im Februar beschäftigt die Sportwelt – aber nicht nur die. Denn viele Russen sehen dahinter eher politische Beweggründe.

Alexander Schukow, der Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees Russlands, nannte die IOC-Entscheidung umstritten. Das Positive sei, dass zumindest alle sauberen russischen Einzel- und Mannschaftssportler unter der Bezeichnung „Olympische Athleten aus Russland“ an den Spielen teilnehmen dürfen, betonte er.

Was sagen Menschen in Moskau zum Ausschluss der russischen Mannschaft?

Das sei eine politische Entscheidung, die mit dem Sport nichts zu tun habe, sagt ein Passant.

Und diese Frau meint: „Wir sollten trotzdem bei Olympia dabei sein und unter neutraler Flagge antreten. Hier geht es um Politik – große Politik – doch die Menschen sollten dennoch teilnehmen. Das Leben der Sportler sollte nicht durch diese Entscheidung ruiniert werden.“

Tatjana Tarassowa ist eine erfahrene Olympionikin, die als Trainerin und Choreografin mehrere sowjetische und russische Eiskunstläufer zur Goldmedaille führte. Sie sagt:

„Es ist schade, dass wir nicht als Nationalmannschaft antreten können, dass uns nicht erlaubt wird, in den Wettkampfstätten die schönen Trikots und Uniformen zu tragen und dass die Menschen weder die russische Flagge sehen noch unsere Nationalhymne hören werden. Doch niemand kann uns verbieten, unsere Nationalhymne zu singen.“

Olympia ohne Russland – für Tarassowa schier undenkbar.