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Bali: Aktivisten retten Tiere vor Vulkanausbruch

Am Agung auf Bali gilt weiterhin die höchste Warnstufe. Zehntausende Menschen halten sich in Notunterkünften auf, doch ihre Haus- und Nutztiere mussten sie zurücklassen. Nun kümmern sich Tierschützer um ihre Versorgung.

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Bali: Aktivisten retten Tiere vor Vulkanausbruch

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Seit Monaten brodelt es im Mount Agung auf Bali, die Behörden haben die höchste Warnstufe ausgerufen. Viele der mehr als 100.000 Anwohner haben die zehn Kilometer weite Sperrzone um den Vulkan verlassen und warten in provisorischen Notaufnahmelagern auf Entwarnung. Doch die lässt auf sich warten, denn nach Expertenangaben ist der Druck innerhalb des Vulkans weiterhin so hoch, dass er jederzeit ausbrechen könnte.

Die Situation am Agung bedeutet auch, dass die Menschen ihr Haus-und Nutztiere zurückgelassen mussten. Nun haben es sich Tierschützer zur Aufgabe gemacht, die entlegenen Dörfer aufzusuchen und dort zurückgelassene oder herrenlose Tiere zu füttern. Hunde, Hühner und Katzen sind auf die Hilfe von außen angewiesen.

Tio Ros koordiniert diese Rettungsaktion. Über ihre Motivation, sich in die Gefahrenzone zu begeben, sagt sie: "Ich habe überlegt, wie ich mich an ihrer Stelle fühlen würde. Zurückgelassen und nicht zu wissen, woher ich mein Fressen bekomme. Sie tun mir leid. Wenn Sie mich fragen, warum ich verärgert bin, dann möchte ich Gott fragen, warum er die Tiere so leiden lässt, obwohl sie nicht verstehen, was passiert ist."

Besonders bedürftige Haustiere werden aus der Sperrzone evakuiert und vorübergehend in Aufnahmezentren untergebracht. Dort werden sie geimpft und versorgt. Außerdem werden sie fotografiert, sollte ein Eigentümer sein Tier abholen kommen.

Eine Vielzahl der Nutztiere wurde schon vorher evakuiert, auch Behörden unterstützen die Arbeit der Tierschützer. Und die haben derzeit alle Hände voll zu tun, solange der rund 3000 Meter hohe Vulkan sich nicht beruhigt.