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Frankreich trauert um Johnny Hallyday (74†)

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Frankreich trauert um Johnny Hallyday (74†)

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Für viele Franzosen ist es ein trauriger Tag: Rockstar Johnny Hallyday ist in der Nacht zu Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Der französische Sänger ist seinem Lungenkrebsleiden erlegen. Seine Frau Leaticia meldete seinen Tod in einer Mitteilung. "Ich schreibe diese Worte, ohne sie zu glauben. Und doch ist es wahr. Mein Mann ist nicht mehr. Er hat uns heute Abend verlassen, wie er sein Leben lang gelebt hat, mit Mut und Würde."

In Frankreich ist Hallyday - mit richtigem Namen Jean-Philippe Smet - ein Nationalheld, den alle kennen und viele verehrt haben, eine Art "französischer Elvis". Der US-amerikanische Rock 'n' Roll King Elvis Presley blieb stets Hallydays Idol. So wie Elvis leistete auch er seinen Wehrdienst in Deutschland ab und nahm dort einige seiner erfolgreichsten Rock-'n'-Roll-Platten auf.

Hallydays Karriere gilt als phänomenal: Seit den 60er Jahren hat der Sänger mehr als tausend Titel aufgenommen, über hundert Songs komponiert und mehr als hundert Millionen Platten verkauft.

Er füllte Riesensäle und fünf Mal hintereinander das Pariser Fußballstadion Stade de France. "In Frankreich ist Hallyday unerreichbar", erklärte damals Mick Jagger der britischen Rockgruppe The Rolling Stones. Er arbeitete mit großen Pop-Stars wie Jon Bon Jovi und Patrick Bruel zusammen.

Mit seinen Songs "Que je t'aime", "Quelque chose de Tennessee" oder "Allumer le feu" zog Hallyday über Jahre mehrere Generationen von Franzosen in seinen Bann. Seine rockige Persönlichkeit aber auch seine Sensibilität wurde von vielen geschätzt. Mit seiner Reibeisenstimme hat er sich ein Vermögen ersungen.

Drogen, Alkohol, Steuerflucht, mehrere Scheidungen: Hallyday war nicht nur durch positive Schlagzeilen bekannt. Aber seiner Beliebtheit haben sie jedoch nie wirklich geschadet. In der Musikszene galt er als einer der respektiertesten Sänger Frankreichs. Für sein umfangreiches Publikum verkörperte Hallyday den Traum von Freiheit und den Erfolg des kleinen Mannes.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb in einer Erklärung: "Wir haben alle etwas von ihm."