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Über 100 Verletzte nach Freitagsgebeten in Palästina, Israel plant angeblich neue Siedlerwohungen in Ost-Jerusalem

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Über 100 Verletzte nach Freitagsgebeten in Palästina, Israel plant angeblich neue Siedlerwohungen in Ost-Jerusalem

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Nach den muslimischen Freitagsgebeten ist es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Tausende Palästinenser demonstrierten in Jerusalem, im Westjordanland und im Gazastreifen, mindestens 109 Menschen sind verletzt worden. Es kam zu Ausschreitungen in Bethlehem, Nablus und in Hebron. Allein bei Nablus gab es mindestens 40 Verletzte, hauptsächlich durch Tränengas und Gummimantelgeschosse. 

Laut Al-Dschasira setzten israelische Sicherheitskräfte in Hebron auch scharfe Munition ein, der palästinensischem Rettungsdienst Roter Halbmond teilte, mit eine Person se getroffen worden. Die Armee äußerte sich nicht.

Nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA will Israel nach Medienberichten den Bau von Siedlerwohnungen in Jerusalem vorantreiben, allein 6000 in Ost-Jerusalem. US-Präsident Donald Trump hatte im Alleingang Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt. Die muslimische Welt regiert empört, Israel dagegen euphorisch.

Israel hatte 1967 im Sechs-Tage-Krieg unter anderem Ost-Jerusalem von Jordanien erobert und den Stadtteil später annektiert. Die internationale Gemeinschaft erkennt diesen Schritt nicht an. Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen unabhängigen Staat Palästina. Israel beansprucht die ganze Stadt für sich. Die Altstadt mit der Klagemauer und dem Tempelberg liegt in Ost-Jerusalem.