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Irak ruft Sieg über Islamisten-Miliz "IS" aus

Die irakische Armee hat die Islamistenmiliz "IS" Ministerpräsident Haidar al-Abadi zufolge aus ihrem letzten Zufluchtsort im Westirak vertrieben. Der "IS" hatte vor drei Jahren große Teile des Iraks und Syriens überrannt.

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Irak ruft Sieg über Islamisten-Miliz "IS" aus

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Die irakische Armee hat die Islamistenmiliz IS Ministerpräsident Haidar al-Abadi zufolge aus ihrem letztenZufluchtsort im Westirak vertrieben. Er bringe die gute Nachricht, dass die Wüstenregion im Westirak komplett von den Dschihadisten befreit sei und die Streitkräfte «die Grenze zu Syrien komplett kontrollieren», sagte Al-Abadi.

Meinung

"Diese Siege gehören nicht den Irakern allein, obwohl sie sie mit ihren Opfern errungen haben. Sie gehören genauso allen Arabern, Muslimen und der ganzen Welt"

Haider al-Abadi irakischer Ministerpräsident

Haider al-Abadi, irakischer Ministerpräsident:

"Diese Siege gehören nicht nur den Irakern allein, obwohl die Iraker sie selbst mit ihren Opfern errungen haben. Aber die Siege gehören genauso allen Arabern, Muslimen und der ganzen Welt."

Die Dschihadisten seien nun im gesamten Irak militärisch besiegt, bestätigte auch General-Leutnant Abdul-Amir Jarallah, der für die Militäroperation in der westlichen Wüstenregion verantwortlich ist. Die Offensive der irakischen Armee wurde von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition unterstützt.

Der Koalition zufolge hat die Terrormiliz insgesamt mehr als 95 Prozent ihres einstigen Gebiets verloren. Bereits in den vergangenen Monaten war sie aus den Städten Mossul im Nordirak sowie Al-Rakka und Dair as-Saur in Syrien vertrieben worden. Mit vielen Opfern: Laut einem UN-Bericht starben allein bei der Schlacht um Mossul mehr als 2.500 Zivilisten.

Der "IS" hatte vor drei Jahren große Teile des Iraks und Syriens überrannt. Den Höhepunkt ihrer Macht erreichte die Miliz im Sommer 2014, nachdem sie die Großstadt Mossul in nur wenigen Stunden unter Kontrolle bringen konnte. "IS"-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi ließ kurz danach ein «Islamisches Kalifat» ausrufen und machte sich selbst zum «Kalifen». Ob der IS-Chef noch lebt, ist unklar.

TERRORANSCHLÄGE UND GUERILLATAKTIK

Nach den Niederlagen rechnen Beobachter damit , dass die Extremisten untertauchen und warnen vor Terroranschlägen und Guerilla-Taktik. Beobachter vermuten auch noch Terrorzellen im gesamten Land.

In der nordirakischen Stadt Kirkuk sprengten sich fünf Selbstmordattentäter in die Luft, nachdem sie von Sicherheitskräften in einem Gebäude belagert wurden, wie ein Milizenführer berichtete. Es wird davon ausgegangen, dass sie dem "IS" angehörten. Die ölreiche Region würde weiterhin nach Widerstandsnestern durchsucht.

su mit dpa