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Verschollenes U-Boot: Zwei deutsche Firmen unter Verdacht

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Verschollenes U-Boot: Zwei deutsche Firmen unter Verdacht

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Seit dem 15. November ist das argentinische U-Boot ARA San Juan im Südatlantik verschollen. Die Suche nach dem Boot läuft weiter, aber auch die Suche nach den Schuldigen.

Einem Bericht des Bayrischen Rundfunks und der ARD zufolge sind nun zwei deutsche Firmen in den Mittelpunkt der Ermittlungen geraten. Diese sollen unter anderem eine Rolle bei der Generalüberholung des U-Boots vor sechs Jahren gespielt haben.

"Es besteht der Verdacht, dass Bestechungsgeld geflossen ist bei der Reparatur der 'San Juan' - und dass deutsche Unternehmen involviert waren", so der Bericht unter Berufung der Vorsitzenden  des Auswärtigen Ausschusses im argentinischen Parlament, Cornelia Schmidt-Liermann. Es soll "nicht ausreichend dokumentiert worden sein, welche Arbeiten diese Firmen genau ausgeführt haben", heißt es in den Recherchen.

Außerdem sollen damals die Batterien ausgetauscht worden sein. Bei der letzten Funkverbindung mit der ARA San Juan meldete der Kapitän, dass Wasser über das Lüftungssystem in einen Batterietank eingedrungen sei und einen Schwelbrand verursacht habe. Diesen hatte man angeblich unter Kontrolle, so hieß es damals. Kurz darauf wurde eine Explosion auf der mutmaßlichen Position des Bootes verzeichnet. An Bord waren 44 Besatzungsmitglieder.