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Heiße Luft in Paris

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Heiße Luft in Paris

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Das Klimaabkommen von Paris: Vor genau zwei Jahren wurde es vereinbart, und jetzt, zwei Jahre später, haben sich Spitzenpolitiker (Vertreter von rund 130 Ländern), Vertreter der Wirtschaft und Prominenz aus der Society (Bill Gates, Richard Branson u.v.m.) wieder in Paris versammelt, um über das Klima zu sprechen.

An vorderster Front zeigte sich der Gastgeber, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron: “Wir verlieren den Kampf. Die Generationen vor uns hatten Glück, sie konnten behaupten, von nichts gewusst zu haben – und das stimmte sogar. Aber seit 20 Jahren wissen wir bescheid und wir finden immer mehr heraus. Wenn ich also sage, wir verlieren den Kampf, möchte ich auf die Staats- und Regierungschefs hinter mir hinweisen. In 50, 60 oder 100 Jahren werden fünf, zehn oder 15 von deren Ländern von der Landkarte verschwunden sein.”

Was Macron damit meint: Klimawandel und Meeresspiegelanstieg bedrohen ganze Länder. Und in dieser Situation hat US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen von Paris angekündigt. Der Ex-Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, wies in Paris aber darauf hin, dass längst nicht jeder Amerikaner Trumps Entscheidung gut findet: “Die Vereinigten Staaten sind nicht aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen. Es war Donald Trump, der sich vom Pariser Abkommen verabschiedet hat.”

Ein bindendes Abkommen zwischen den Regierungen ging aus dem Gipfel nicht hervor. Zugeständnisse gab es in Paris unter anderem aus der Finanzbranche: So will die Weltbank die Ölförderung nicht mehr unterstützen und der Versicherungskonzern Axa hat angekündigt, keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu versichern.