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Das Aus von Alabama und die Konsequenzen für Washington

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Das Aus von Alabama und die Konsequenzen für Washington

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Die Demokraten wittern nach dem Sieg in Alabama ihre Chance für ein Comeback - seit einem Vierteljahrhundert ist ihr Kandidat der erste Demokrat, der aus Alabama in den Senat gewählt wurde. Nicht nur für den Kandidaten Moore war es eine Wahlschlappe, sondern auch für Donald Trump. Der hatte den Kandidaten trotz Warnungen persönlich unterstützt und stand selbst hinter ihm, als Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Erzkonservativen Richter laut wurden.

Chuck Schumer ist demokratischer Minderheitsführer im Senat, er analysiert:

"Roy Moore war ein fürchterlicher Kandidat, aber es wäre ein fataler Fehler, wenn die Republikaner meinen würden, ihre Niederlage wäre allein seiner Geschichte geschuldet. Selbst in Alabama ist "Republikanisch " inzwischen eindeutig negativ besetzt."

Bei Nachwahlbefragungen wurde nun festgestellt, dass nur noch 48% der Wähler Alabamas mit Trump einverstanden sind - zum Vergleich: Vor einem Jahr lag die Zustimmung noch bei 62 Prozent. Trump ließ den Verlierer Moore am Tag nach den Wahlen fallen, er habe von Anfang an einen anderen republikanischen Kandidaten befürwortet, da Moore sowieso keine Chance bei den Wahlen haben würde. Trump suchte dann Verständnis für sein widersprüchliches Verhalten.

"Viele Republikaner sind sehr glücklich darüber, wie die Wahl jetzt ausgegangen ist, aber als Führer einer Partei hätte ich natürlich lieber den Sitz gewonnen, deswegen unterstütze ich eben die Leute, die antreten.

Durch Jones' Sieg ist die republikanische Mehrheit im Senat auf nur noch einen Sitz geschrumpft, sie werden deshalb versuchen, die geplante Steuerreform noch in der kommenden Woche zu verabschieden, um wenigstens ein Vorhaben aus Trumps Wahlkampf noch umzusetzen.