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Tillerson: Amerika will Gespräche mit Nordkorea

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Tillerson: Amerika will Gespräche mit Nordkorea

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Außenminister Rex Tillerson hat Nordkorea direkte Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten und rückt damit von der bisherigen Linie der Vereinigten Staaten ab. Bisher hiess es, erst müsse Pjöngjang bereit sein, über sein Atomwaffenarsenal zu verhandeln. Bei einer Rede in Washington sagte Tillerson jetzt: Lets talk - lasst uns reden.

"Wir sind zu einem ersten Treffen bereit - ohne Vorbedingungen. Lasst uns einfach treffen, wir können über das Wetter reden, wir können darüber reden ob der Verhandlungstisch rund oder eckig sein soll, wenn das wichtig sein sollte. Entscheidend ist, wir setzen uns hin und schauen uns in die Augen. Und dann können wir anfangen, einen Fahrplan zu entwickeln.!

Allerdings kündigte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un am Dienstag weitere atomare Aufrüstung an: Kim sagte bei der Auszeichnung von Wissenschaftlern und Mitarbeitern, die an der Entwicklung der Interkontinentalrakete Hwasong-15 beteiligt waren, es würden weitere Waffen gebaut. Die atomare Schlagkraft müsse in Qualität und Quantität erhöht werden.

Die Hwasong-15 war Ende November getestet worden. Experten gehen davon aus, dass sie das Festland der Vereinigten Staaten erreichen, aber dabei nicht mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

Der zweithöchste Diplomat der UN, Jeffrey Feltman, besuchte letzte Woche Nordkora - der erste Besuch der UN seit fünf Jahren. Die Gesprächsbereitschaft Nordkoreas sei schwierig zu bewerten:

"Sie haben keinerlei Engagement gezeigt in dieser Frage. sie müssen nachdenken über das was wir mit ihrer Führung besprochen haben. Aber ich kann sicher nicht die Gedanken meiner Gesprächspartner lesen - ich müsste ihnen Worte in den Mund legen."

Die Spannungen mit Nordkorea hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte.