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Chirurgie mit Datenbrille: Virtuelle und Erweiterte Realität auf der Bakutel

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Chirurgie mit Datenbrille: Virtuelle und Erweiterte Realität auf der Bakutel

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Virtuelle Realität und Erweiterte Realität und die Kombination der beiden standen im Blickpunkt der Bakutel, Aserbaidschans internationaler Messe für Telekom und Informationstechnologien Anfang Dezember in Baku.

Während der Nutzer bei der VR komplett ins Virtuelle abtaucht, nimmt er bei der Erweiterten Realität die Wirklichkeit mit computergestützten Informationen und Simulationen erweitert wahr.

Die Medizin, speziell die Chirurgie, ist einer der VR-Sektoren der Zukunft. Eine Daten-Brille hilft zum Beispiel den Chirurgen, bei der Operation besser ins Innere des Patienten zu blicken, Wie Ismayil Ferzeliyev von der Aserbaidschanischen Medizinischen Universität erläutert: “Das generelle Konzept dieses Projekts ist, die virtuelle Anatomie des Patienten, der operiert wird, mit seiner realen Anatomie zu verknüpfen. Wenn man während des Eingriffs diese Datenbrille trägt, kann man das Innere des Patienten sehen, als ob man unter die Haut des Gesichts blickt. Man sieht die Knochen, die Muskeln, die Nerven, die Gefäße und so weiter.”

Meinung

Wenn man während des Eingriffs die VR-Brille trägt, kann man das Innere des Patienten sehen, als ob man unter die Haut des Gesichts blickt. Man sieht die Knochen, die Muskeln, die Nerven, die Gefäße und so weiter.

Ismayil Ferzeliyev Aserbaidschanische Medizinische Universität


(Interessante Artikel zu VR in der Medizin in der Welt und in der Berliner Zeitung.)



Auch wenn die Virtuelle Realität ein Schlüsselinstrument in der Welt der Computerspiele bleibt, wird das Spektrum der Nutzungsmöglichkeiten immer größer. Aygun Hasanova von ‘Phobia VR’: “Unsere Firma hat angefangen, spezielle Plattformen für die Medizin zu entwickeln, für Schulungen, zum Beispiel für Feuerschutzübungen…”



Auch fürs Tanzenlernen kann die Erweiterte Realität nützen… mit einem computergestützten Feedback, ob der Tanzschüler die Schritte und Bewegungen auch richtigmacht.

192 Firmen aus zwanzig Ländern präsentierten ihre Produkte in Baku. Wie immer kamen viele neue Ideen aus der Start-up-Szene. Zum Beispiel ein Smartpen, der Papier sparen helfen soll, beim Notizenmachen in der Uni etwa, erklärt Wand -Projekt-Manager Elchin Aghazade: “Wand ist ein elektronisches Gerät, das jeden Strich, den Sie auf ein Papier schreiben, via Bluetooth zu Ihrer Smartphone-App sendet. Nach dem Schreiben verdampft die Tinte in den folgenden dreißig Minuten, aber in diesem Zeitraum sind Ihre Daten sicher auf unseren Servern und Software-Applikationen gespeichert worden.”

Mehr zu Smartpens in der F.A.Z

Um von seiner Abhängigkeit vom Energiesektor wegzukommen und seine Wirtschaft zu diversifizieren, sollte Aserbaidschan die Informations- und Kommunikationstechnologie ausbauen, das bekräftigt eine Analyse der Weltbank – und auch Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew: “Die Entwicklung im Informations- und Kommunikationsbereich in unserem Land ist eine unserer höchsten Prioritäten. Wir wollen die Politik der wirtschaftlichen Diversifizierung fortführen, und dafür ist dieser Bereich sehr wichtig.”



Deshalb hat die Regierung eine Drei-Jahres-Strategie aufgestellt. Aserbaidschan hat in dem Bereich noch großen Spielraum vor sich: Bisher steht das Land im Ranking der Internationanlen Fernmeldeunion auf Platz 65 von über 176.

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