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Muslimische Staaten: Trump sabotiert den Nahost-Friedensprozess

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Muslimische Staaten: Trump sabotiert den Nahost-Friedensprozess

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Als Reaktion auf die Jerusalem-Entscheidung des US-Präsidenten starteten mehr als 20 islamische Staaten eine Gegenbewegung, die Entscheidung Trumps nähre Extremismus und Terrorismus und sei ein Angriff auf die historischen Rechte der Palästinenser. Die Türkei war Gastgeber der Konferenz, Außenminister Çavuşoğlu veröffentlichte das Abschlusskommunique zuerst. 

Den Gipfelteilnehmern ging es um eine gemeinsame Reaktion, Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas forderte einen neuen Mechanismus, um internationale Palästina-Resolutionen umzusetzen.

"Als Palästinenser, als Araber und Muslime können wir eine Vermittlerrolle Amerikas nicht mehr akzeptieren, Grundlegende Voraussetzung für einen Vermittler ist seine Integrität und Neutralität."

Die teilnehmenden islamischen Staaten haben Ost-Jerusalem als besetzte Hauptstadt eines Palästinenserstaates anerkannt und stellen sich damit gegen die einseitige Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels, die international nicht anerkannt wird.

Der Israelische Premier Netanjahu forderte die Palästinenser auf, ihre "extremistische Haltung" aufzugeben und ebenfalls für den Frieden zu arbeiten, indem sie Jerusalem anerkennen.

Trumps Alleingang löste teils gewalttätige Reaktionen aus: Es kam zu Protesten von Afrika bis Asien, in Berlin brannten israelische Fahnen. Die radikalislamische Hamas hat zu einer neuen Intifada aufgerufen, im Anschluss an die Freitagsgebete kam es vor allem im Gazastreifen und im Westjordanland zu Ausschreitungen zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Armee. Es gab über 1000 Verletzte und mehrere Tote.