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Polen schränkt Sonntags-Shopping ein

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Polen schränkt Sonntags-Shopping ein

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Sonntags einkaufen zu gehen, soll in Polen bald kaum noch möglich sein: Nach dem Unterhaus stimmte am Freitag auch der Senat für die Abschaffung des Sonntags-Shoppings in drei Schritten. Ab März dürfen Einkaufszentren und Supermärkte nur noch am ersten und letzten Sonntag im Monat aufmachen, ab Januar 2019 nur noch am letzten.

Janusz Sniadek, der Vorsitzender der polnischen Gewerkschaftsverbandes NSZZ: "Es geht darum, das Kaufverhalten anzukurbeln. Die Beschränkungen der Öffnungzeiten am Sonntag sollten auch andere Formen von Aktivitäten als Einkaufen fördern. Wie zum Beispiel Kultur, Kino, Theater, Sport oder Erholung."

Besonders die polnischen "Shopping Malls" sind bisher an Sonntagen gut besucht. Nur an gesetzlichen Feiertagen mussten sie bereits, ebenso wie Supermärkte, geschlossen bleiben.

Die Polen haben verschiedene Meinungen dazu: "Es ist eine natürliche Sache, wir arbeiten sechs Tage und an einem Tag ruhen wir uns aus. Ich stimme dem zu."

Die Passantin sagt: "Für die Menschen, die weniger verdienen, bedeutet jede Arbeitsstunde Gehalt. Wenn jemand den Gutverdienern vorgibt, nicht zu arbeiten, ist es für sie kein Problem kein Geld zu verdienen."

Von 2020 an müssen die Geschäfte sonntags geschlossen bleiben, mit Ausnahme der zwei Sonntage vor Weihnachten, des Sonntags vor Ostern und jeweils der letzten Sonntage im Januar, April, Juni und September.