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Schwefelbäder, Chatschapuri und Wein: Was lockt Georgiens Besucher?

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Schwefelbäder, Chatschapuri und Wein: Was lockt Georgiens Besucher?

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Ein Schwefelbad in Tiflis – eines der Glanzlichter einer Reise nach Georgien. Für die beiden Russinnen Yuliana und Valentina der Auftakt ihres Besuchs. Das 42 Grad heiße Wasser kommt direkt aus einer unterirdischen Quelle. Schon Alexandre Dumas, der Autor des “Grafen von Monte Christo”, schätzte diese Bäder. “Es gibt einem Energie”, schwärmt Yuliana, “jedes Mal, wenn ich nach Georgien komme, fange ich erst einmal mit einem Bad an. Danach was zu essen und dann kann es losgehen!”

Los geht es mit ihrem Führer Dimitri. “Diese Schwefelquellen gaben unserer legendären Stadt ihren Namen”, erklärt er, “denn Tbilisi bedeutet so viel wie ‘warmer Ort’.”

Meinung

Wir sind ein Reiseziel für alle Jahreszeiten. Im Winter kann man im Gebirge Skifahren, im Sommer im Schwarzen Meer schwimmen, im Herbst die Kacheti-Weinlese genießen.

Dimitri Kumsishvili Georgischer Wirtschaftsminister


Yuliana ist mit ihrer Begeisterung für Georgien nicht allein: Sieben Millionen Touristen kamen in diesem Jahr aus aller Welt hierher zu Besuch. Mehr als 12.000 historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten sind im Land zu entdecken. Der Vize-Regierungschef und Wirtschaftsminister Dimitri Kumsishvili, wirbt: “Wir sind ein Reiseziel für alle Jahreszeiten. Im Winter kann man im Gebirge Skifahren, da gibt es eine der besten Pisten Europas, im Sommer kann man im Schwarzen Meer schwimmen, im Herbst kann man die Kacheti-Weinlese genießen.”

Kacheti oder Kachetien im äußersten Osten ist das bedeutendste Weinbaugebiet des Landes. Der Deutsche Jörg Matthies hat sich hier niedergelassen. Sein einheimischer Partner David Maisuradze erklärt: “Es gibt 500 verschiedene Rebsorten in Georgien, außerdem haben wir guten Boden und gutes Klima. All das zusammen schafft einzigartige Bedingungen für Georgiens Winzer.”



Und Matthies preist die “einzigartigen Rebsorten, die man nirgends sonst auf der Welt finden kann – wie Saperawi, Rkaziteli, Mzwane – das sind Sorten mit einem riesigen Potenzial.”

Georgien blickt auf eine jahrtausendealte Wein-Tradition zurück. Die alte Keltermethode mit in die Erde eingelassenen Tonkrügen, sogenannten Quevri, wird weiterhin angewandt. Wir waren bei der Öffnung eines Quevri in einer anderen Anlage dabei. Monatelang bleiben diese Krüge im Boden versiegelt. George Chogovadze von der nationalen Tourismus-Behörde bekräftigt: “Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass die Menschen hier seit mehr als 8.000 Jahren Wein hergestellt haben. Und die georgische Methode mit den besonderen Tonkrügen ist sehr speziell. Diese Methode ist Teil des Unesco-Welterbes.”

Zurück zu Yuliana und Valentina: Sie lassen sich beibringen, wie man eine der landestypischen Gaumenfreuden bäckt, Chatschapuri. Ein mit Käse gefülltes, mit Ei und Butter bestreutes, an Pizza erinnerndes Weißbrot, das warm serviert wird. Köstlich, findet Yuliana: “Es ist es wert, wiederzukommen, wieder und wieder – schon allein deswegen!”



Die Gastfreundschaft wird von vielen Besuchern gelobt. Jeder Gast ist von Gott gesandt, heißt es bei den Georgiern.

Mit Unterstützung des georgischen Wirtschaftsministeriums und der nationalen Tourismusbehörde Georgiens

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