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IWF-Chefin über Brexit: "Die britische Wirtschaft leidet bereits unter dieser Entscheidung"

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IWF-Chefin über Brexit: "Die britische Wirtschaft leidet bereits unter dieser Entscheidung"

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Im Juni 2016 hatte Christine Lagarde gesagt, der Brexit werde "ziemlich schlechte bis sehr, sehr schlechte" Konsequenzen für Großbritannien haben. Am Mittwoch haben die Chefin des Internationalen Währungsfonds und ihre Experten in London diese Warnungen verteidigt: Die britische Wirtschaft leide bereits unter Großbritanniens Entscheidung, die EU zu verlassen.

"Die britische Wirtschaft leidet bereits unter dieser Entscheidung, sie wird langsamer. Und das liegt an der Kombination aus dem, was ich angegeben hatte: Nämlich dem hohen Inflationsdruck auf Löhne, auf verfügbares Einkommen und offensichtlich an den verzögerten Investitionsentscheidungen der Unternehmen sowie der privaten Haushalte", sagte Lagarde.

Die Europäische Union bietet nun Großbritannien nach dem Brexit eine Übergangsfrist bis Ende 2020 an. Der britische Schatzkanzler Philip Hammond fordert eine baldige Einigung: "Einer der effektivsten Wege zur Unterstützung der Wirtschaft, der britischen Wirtschaft und der Wirtschaft der 27 EU-Staaten, wäre ein schneller Fortschritt und Garantien für unsere künftigen Beziehungen."

Prognosen des IWFs zufolge liegt das Wachstum der britischen Wirtschaft im Jahr 2017 bei 1,6 Prozent. Für 2018 erwarten die Experten ein Wachstum von rund 1,5 Prozent. Die Prognose für kommendes Jahr basiert auf der Annahme, dass die Brexit-Verhandlungen weiter voranschreiten.