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Mehr als 300.000 Klicks: Verbalattacke auf israelischen Restaurantbesitzer in Berlin

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Mehr als 300.000 Klicks: Verbalattacke auf israelischen Restaurantbesitzer in Berlin

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von Thomaswiki (Eigenes Werk) CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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Ein Video sorgt in den sozialen Netzwerken für Empörung. Der Besitzer eines israelischen Restaurants in Berlin war von einem Passanten angesprochen- und beleidigt worden. Die Kritik des Mannes richtete sich gegen Israel. Immer wieder wurde er dabei verbal ausfällig und beleidigte Yorai Feinberg - ganze sechs Minuten lang. 

Dessen Freundin filmte die Szene mit dem Handy und teilte es auf Facebook. Bis Donnerstag Morgen hatten es mehr als 300.000 Menschen angesehen.

“Was willst du in meinem Land?” fragt er wiederholt und denunziert die Dekoration des Restaurants. Im Fenster steht eine Menora, ein siebenarmiger Leuchter, der als ein Symbol des Judentums gilt. “Du kriegst deine Rechnung in fünf oder zehn Jahren, ...wenn du tot bist. Du und deine ganze Sippe”, echauffiert sich der Denunziat, denn “bei euch geht’s doch nur ums Geld”. Dann reicht es Feinberg und hält einen vorbeifahrenden Streifenwagen der Polizei an.

Die Freundin filmt weiter - der Mann setzt seinen Monolog fort: “Ihr werdet alle in den Gaskammern landen”, so der letzte Satz vor dem Eingreifen des Polizisten.

Auf Wunsch des Beamten wird das Video beendet. So soll der Mann Widerstand geleistet haben, als der Beamte ihn mitnehmen wollte. Möglicherweise sei er alkoholisiert gewesen, ein Bluttest soll darüber Klarheit schaffen. Der 60-Jährige ist den Beamten bereits bekannt, allerdings nicht wegen “derartiger Delikte”. Er muss sich nun wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten.