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Peru: Ex-Präsident Fujimori unter Lebensgefahr ins Krankenhaus verlegt

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Peru: Ex-Präsident Fujimori unter Lebensgefahr ins Krankenhaus verlegt

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In Peru ist der wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilte Ex-Präsident Alberto Fujimori wegen lebensgefährlicher gesundheitlicher Probleme vom Gefängnis ins Krankenhaus verlegt worden. Angaben seines Arztes zufolge war Fujimoris Blutdruck stark gesunken und sein Herzrhythmus unregelmäßig. Der Zustand des 79-Jährigen sei kritisch. Fujimori hat bereits einige Krankenhausaufenthalte in den vergangenen Jahren hinter sich.

Der peruanisch-japanische Politiker war von 1990 bis 2000 Präsident in Peru. 2009 war er zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er im Kampf gegen Guerillaorganisationen Killerkommandos beauftragt hatte, die 25 Menschen töteten, darunter auch ein Kind. Zuvor war er bereits wegen Korruption verurteilt worden.

Fujimoris Tochter Keiko führt die derzeit größte Partei im peruanischen Kongress an, die rechte Fuerza Popular, die vor wenigen Tagen mit einem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Kuczynski scheiterte.

Der Ex-Präsident ist im Land höchst umstritten. Während ihn viele als korrupten, brutalen Diktator sehen, schätzen andere ihn für seinen Kampf gegen linke Aufständische.