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Das Kinojahr 2017

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Das Kinojahr 2017

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Für den Schausspieler Jerry Lewis fiel im August diesen Jahres der letzte Vorhang. Der im Alter von 91 Jahren verstorbene Meister der Slap-Stick-Comedy gab zusammen mit Dean Martin das erfolgreichste Entertainment-Duo der Nachrkiregsgeschichte, bevor er sich seiner Solokarriere als Schauspieler und Sänger widmete.

Roger Moore erlangte weltweite Berühmtheit, als er 1972 Sean Connery in der Rolle des James Bond ablöste. Er wurde zudem bekannt als Simon Templar in der gleichnamigen Krimi-Serie aus den 1960er Jahren, sowie als Lord Brett Sinclair in der Serie “Die 2” (Originaltitel:“The Persuaders”) an der Seite von Tony Curtis. Der Engländer verstarb im vergangenen Mai im Alter von 89 Jahren.

Jeanne Moreau hatte es zu einer der ikonischsten Schauspielerinnen Frankreichs gebracht, als sie im Juli im Alter von 89 verstarb. In ihrer 60-jährigen Karriere war sie in über 70 Filmen zu sehen und arbeitete mit den wichtigsten Regisseuren ihrer Zeit zusammen.

Der US-amerikanische Filmregisseur George A. Romero gilt als Mitbegründer und einer der wichtigsten Vertreter des modernen Horrorfilms. Mit 77 Jahren verlor er im vergangenen Juli den Kampf gegen seinen Lungenkrebs.

Nach eigenen Angaben war es Charlie Chaplin, der Martin Landau dazu inspirierte, sich der Schauspielerei zu widmen. Sein Durchbruch gelang ihm mit seinem Auftritt in Alfred Hitchcock`s “der unsichtbare Dritte” (“North by Northwest”). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und war 89, als er im vergangenen Juli verstarb.

Als einer der bekanntesten Schauspieler Frankreichs trat Jean Rochefort in über 160 Filmen auf. Auch außerhalb seines Heimatlandes wurde er vor allem durch den Film “Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh” (“Le Grand Blond avec une chaussure noire”) bekannt. Er verstarb im vergangenen Oktober im Alter von 87 Jahren.

Michael Ballhaus begann seine Karriere als Kameramann in den 1970er Jahren in Zusammenarbeit mit dem Kultregisseur Rainer Werner Fassbinder, bevor er mit Hollywood-Größen wie Martine Scorcese, Francis Ford Coppola, Robert Redford und Wolfgang Petersen zusammenarbeitete. Im August verstarb er im Alter von 81 Jahren.

Der Skandal um Harvey Weinstein sorgte im vergangenen Herbst für weltweites Aufsehen. Die Karriere des mächtigen Hollywood-Produzenten fand ein abruptes Ende, nachdem die Zeitschriften “Times” und der “New Yorker” Aussagen enthüllten, denen zufolge Weinstein Jahrzehnte lang dutzende Frauen sexuell belästigt und vergewaltigt haben soll.

Auch die Karriere des US-Schauspielers Kevin Spacey brach zusammen wie ein Kartenhaus, nachdem zahlreiche Männer, darunter auch Minderjährige, ihn öffentlich der sexuellen Belästigung beschuldigten. Kurz darauf Spacey wurde aus letzten Staffel von House of Cards gestrichen.
Auch Regisseur Ridley Scott kündigte an, Spacey aus seinem neuesten Film “Alles Geld der Welt” herauszuschneiden und seine Szenen mit Christopher Plummer nachdrehen.

Zu den größten Kinohits des Jahres zählt “Die Schöne und das Biest”. Mit einem Budget von 160 Millionen US-Dollar brachte der Film 1,2 Milliarden ein und wurde damit zum ertragreichsten Film des Jahres 2017.

Mit der 3D-Animation “Ich – Einfach unverbesserlich 3” (“Despicable Me 3”) gelang Universal Pictures ein weiterer Kino-Erfolg. Mit einem Budget von 80 Millionen brachte er über eine Milliarde US-Dollar ein – gar nicht so unverbesserlich.

Aber auch Superhelden fanden in diesem Jahr zurück in die Kinos: Hugh Jackman gelang in dem Film “Logan” ein Comeback als Woverine, dem Mann mit den scharfen Stahl-Klauen. 616 Millionen brachte der Film in die Kassen – ein Super-Erfolg.

Dieser Film sollte beweisen, dass das Horror-Genre auch 2016 nach wie vor zu wahren Blüten in der Filmlandschaft fähig ist: der auf dem Steven-King-Kult-Klassiker basierende Film “ES”. Unter mysteriösen Umständen verschwinden darin mehrere Kinder in einer US-amerikanischen Kleinstadt. Der Film brachte fast 700 Millionen ein und brach damit zahlreiche Kassen-Rekorde

Zu den erfolgreichsten Filmemachern des Jahres zählt Christopher Nolan, der mit seinem Zweiten-Weltkriegs-Drama “Dunkirk” ein erneuter Durchbruch. Der Film brachte 525 Millionen in die Kinokassen und wurde damit zum ertragreichsten Zweiter-Weltkriegs-Drama aller Zeiten.

Die bislang teuerste europäsische Filmproduktion brachte es Luc Bessons Science-Fiction-Film “Valerian – Die Stadt der tausend Planeten” mit einem geschätzten Budget von 200 Millionen US-Dollar. Bislang brachte der Film des französischen Regisseurs jedoch lediglich 225 Millionen ein.

Auch Frauenpower war im vergangenen Jahr beliebt unter den Kinogängern: In der Comicverfilmung “Wonderwoman” waren die ehemalige Soldatin und Miss Israel 2004 Gal Gadot sowie ihr Filmpartner Chris Pine in den Hauptrollen zu sehen. Der Fantasy-Film wurde zu einem der erfolgreichsten Superhelden-Filme des Jahres und brachte weltweit knapp 822 Millionen ein.

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