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Vier schwerstkranke Kinder aus Ost-Ghouta evakuiert

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Vier schwerstkranke Kinder aus Ost-Ghouta evakuiert

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Ost -Ghouta ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien, 400.000 Menschen - davon 130.000 Kinder - sind dort seit 2013 eingeschlossen und werden seitdem von Assads Regierungstruppen belagert.Die UN nennt die humanitäre Situation katastrophal. Anfang November hätten Hilfskräfte von den UN festgestellt, dass etwa jedes dritte Kind unter fünf Jahren aufgrund von Unterernährung zu klein sei, und dass zwölf Prozent akut an Unternernährung litten.

Im September hatten die UN die syrische Regierung erstmals gebeten, 500 Patienten in Sicherheit bringen zu dürfen. Im November bot eine Rebellengruppe 29 Gefangene zum Tausch an für die medizinische Versorgung von 29 Schwerstkranke, darunter krebskranke Kinder. Jetzt durften vier Schwerstkranke den Kessel verlassen.

Hamish De Bretton-Gordon ist Chemiewaffenexperte und arbeitet auch für die UN:

"Die UN und andere medizinische Hilfsorganisationen haben sehr in den vergangenene Monaten hart gearbeitet, diese Kinder zu identifizieren, rund 130.000 hier in Ghouta, alle in ausgesprochen schlechtem Zustand, und in Ghouta gab es seit Monaten keine medizinische Versorgung, aber die Kinder könnten genauso an Unterernährung sterben, es sind absolut schockierende Verhältnisse dort."

In den nächsten Tagen sollen die restlichen 21 evakuiert werden, von 500 Schwerstkranken, von 400.000 in einer belagerten Stadt. Medizinische Versorgung durch die UN ist nur ein paar Autominuten entfernt.