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Guterres verkündet "Alarmstufe Rot" für die Welt

UN-Generalsekretär António Guterres hat in seiner Neujahrsbotschaft zu drastischen Worten gegriffen. Er warnte vor Gefahren durch Nuklearwaffen, Klimawandel und Nationalismus.

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Guterres verkündet "Alarmstufe Rot" für die Welt

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REUTERS/Kim Kyung-Hoon
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Einen Tag vor Beginn des neuen Jahres hat UN-Generalsekretär António Guterres die Alarmstufe Rot für die gesamte Welt ausgerufen. In seiner Neujahrsbotschaft warnte der Portugiese eindringlich vor Gefahren durch Atomwaffen, Nationalismus und Klimawandel

Bei seinem Amtsantritt an Neujahr 2017 hatte Guterres noch zuversichtlich ein "Jahr des Friedens" angekündigt. Danach habe sich das Gegenteil entwickelt, sagte Guterres:

"Einen Tag vor Neujahr richte ich keinen Appell an unsere Welt, sondern rufe die Alarmstufe Rot aus. Konflikte haben sich verschärft und neue Gefahren haben sich entwickelt. Die globale Furcht vor Nuklearwaffen ist auf dem höchsten Level seit dem Kalten Krieg. Der Klimawandel schreitet schneller voran, als wir es tun. Ungleichheiten nehmen zu, und wir werden Zeuge schrecklicher Verletzungen von Menschenrechten. Nationalismus und Fremdenhass sind auf dem Vormarsch. Deshalb rufe ich vor dem neuen Jahr zu Einigkeit auf".

Guterres ist im Jahr 2017 besonders stark für die Rechte der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar eingetreten.

Nach UN-Angaben sind seit August mehr als 640.000 Rohingya aus Angst vor Übergriffen des Militärs in Myanmar über die Grenze ins benachbarte Bangladesch geflohen. Die meisten von ihnen leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Die Vereinten Nationen bezeichnen die Vertreibung der Rohingya als "ethnische Säuberung".