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Ahed Tamimi (16) und ihre Mutter bleiben in israelischem Gefängnis

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Ahed Tamimi (16) und ihre Mutter bleiben in israelischem Gefängnis

Ahed Tamimi im Gefängnis Ofer bei Ramallah
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REUTERS/Ammar Awad
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Die junge Palästinenserin Ahed Tamimi (16) und ihre Mutter sollen vorerst in einem israelischen Gefängnis in Untersuchungshaft bleiben. Wegen Schlägen ins Gesicht eines israelischen Soldaten klagte ein Gericht im Gefängnis Ofer bei Ramallah die beiden Frauen offiziell an. Dabei soll die Mutter nicht an den Schlägen teilgenommen, sich aber danach auf Facebook dazu geäußert haben. Ebenfalls angeklagt ist eine 20 Jahre alte Cousine von Ahed Tamimi.

Ahed Tamimis Anwältin Gaby Lasky sagte, es gebe so viele Anklagen, dass es mehrere Tage dauern werde, die Unterlagen zu bearbeiten. Sie werde versuchen, die Frauen aus der Untersuchungshaft freizubekommen.

Ahed Tamimi und ihre ebenfalls angeklagte Cousine sollen Mitte Dezember in Nabih Saleh im Westjordanland einen israelischen Soldaten getreten und geschlagen haben.

Ahed Tamimi ist in den arabischsprachigen Medien und im Internet eine Ikone des Aufstandes der Palästinenser gegen Israel. Sie hatte schon zuvor an Protestaktionen gegen die israelische Armee teilgenommen. Ihr Vater saß mehrere Jahre lang in Israel im Gefängnis. Er glaubt, seine 2001 geborene Tochter werde wohl sechs Monate lang im Gefängnis bleiben müssen. 

Im Interview mit der französischen Zeitung LE MONDE sagt der Vater auch, seine Tochter habe keine Ikone werden wollen. Die Umstände hätten sie dazu gemacht.