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Griechenland will türkische Militärs nicht ausliefern

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Der Fall sorgt für Spannungen zwischen Ankara und Athen: Griechenland hat jüngst verkündet, dass es die acht während des gescheiterten Putsches aus dem Nachbarland geflohenen Militärangehörigen vorerst nicht an die Türkei ausliefern wird. Euronews hat darüber mit dem griechischen Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos gesprochen:

Euronews: "Sie haben explizit die Rückkehr der acht türkischen Militärs ausgeschlossen. Geben Sie die gleiche Antwort, wenn es um ihre mögliche Auslieferung in ein Drittland geht?"

Dimitris Tzanakopoulos: "Ich kann keinen Grund dafür erkennen, aber wenn es eine solche Anfrage gäbe, werden wir gesetzlich festgelegten Verfahren folgen. Das heißt, dass die griechischen Gerichte über eine mögliche Auslieferung entscheiden."

Euronews: "Wenn sie in Griechenland bleiben, wie sieht es mit ihrem Aufenthaltsstatus aus? Was werden sie für Papiere bekommen, damit sie arbeiten können oder wenn ihre Familien zu Besuch kommen?"

Dimitris Tzanakopoulos:"Das kommt auf die Entscheidung an, ob sie einen Flüchtlingsstatus erhalten oder nicht. Wenn sie einen Schutzstatus als Flüchtlinge bekommen - das ist etwas, das die unabhängige griechische Justiz auf der Grundlage ihrer Anträge entscheidet, werden sie alle Rechte genießen, die die Genfer Konvention 1951 für Flüchtlinge festgelegt hat."

Einem der acht Militärs war am Freitag vorläufiges Asyl gewährt worden. Aus Ankara hieß es, dass derartige Entscheidungen nicht ohne Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen bleiben werden.