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Bald Hausverbot? Apple klagt gegen Attac

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Bald Hausverbot? Apple klagt gegen Attac

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Es klingt nach einem umgekehrten Kampf: Goliath gegen David. Apple will in Frankreich ein Hausverbot für Aktivisten der globalisierungskritischen Organisation Attac erwirken, um sich vor etwaigen Protestaktionen schützen. 

Am Donnerstag hat der iPhone-Konzern vor dem Pariser Landgericht (Tribunal de Grande Instance) eine entsprechende Eilklage eingereicht. Apple will ein dreijähriges Hausverbot in all seinen französischen Geschäften erwirken. Bei Zuwiderhandlung soll der Organisation eine Geldbuße von 150.000 Euro drohen.

Aktivisten der Nichtregierungsorganisation hatten im vergangenen Herbst mehrfach Apple-Läden in Paris und anderen französischen Städten besetzt, um gegen "Steuerhinterziehung" durch den US-Konzern zu protestieren. 

Durch die Veröffentlichung der sogenannten "Paradise Papers" war bekannt geworden, wie sich Apple durch Steuertricks vor Abgaben in Milliardenhöhe drückt.

Die EU-Kommission verurteilte Apple bereits 2016 zur Nachzahlung von 13 Milliarden Euro an den irischen Fiskus, die aber immer noch ausstehen.

Eine Entscheidung des Pariser Gerichts wird für den 12. Februar erwartet